Wie schütze ich mich vor Einbrechern?

EinbrecherDie Vorstellung, dass in die eigene Wohnung oder das Haus eingebrochen werden könnte, ist für die meisten Menschen eine Horrorvorstellung. Dabei geht es nicht nur um den materiellen Schaden, der vielleicht weitgehend von Versicherungen abgedeckt ist, sondern auch um das persönliche Sicherheitsgefühl.

Die Polizeistatistik zeigt, dass Einbruchsversuche meist schnell abgebrochen werden, wenn das Eindringen in die Wohnung zu lange dauert. Mit jeder Minute mehr, die der Einbrecher braucht, wächst sein Risiko. Daher bleibt es in einem Drittel der Fälle bei einem abgebrochenen Einbruchsversuch.
Mit der richtigen Sicherheitstechnik können Sie solchen Versuchen, im wahrsten Sinne des Wortes, einen Riegel vorschieben. Zusatzschlösser, Panzerriegel, Stangenschlösser, Rollläden mit Aufbruchsschutz, und alle anderen Sicherungsmaßnahmen kann Ihnen der ADO Schlüsseldienst Berlin problemlos nachträglich einbauen. Jeder zusätzlicher Einbruchschutz macht Dieben ihr Handwerk schwerer und schützt Ihr Eigentum und Ihre Privatsphäre.

Querriegelschloss / Panzerriegel

Querriegelschlosß

Das Querriegelschloss, auch Panzerriegel genannt, verriegelt eine Tür von innen mittels einer Verriegelung aus Vierkantstahl, welche über die gesamte Türbreite geht. Der Riegel wird bei Türen, die bündig mit der Wand abschließen, mit an der Wand montierten Sperrbügeln gesichert.

Bei Altbautüren mit tiefem Türrahmen greift die Verriegelung in einen Schließkasten, der dann seitlich im Türrahmen verankert werden muss. Das Querriegelschloss wird zwar von innen angebracht, ist aber durch die mittig angebrachte, massive Schließvorrichtung von außen gut erkennbar. Es schreckt schon durch seine bloße Existenz Einbrecher ab. Sollte sich doch jemand an einem Aufbruch versuchen, macht diese Sicherheitstechnik ihm das Leben extrem schwer. Durch eine Verstärkung des Türblattes, beispielsweise durch eine Metallplatte, ist eine dermaßen gesicherte Tür nicht mehr mit roher Gewalt aufzubrechen.

Stangenschloss

Ein Stangenschloss besteht aus einer Rundstahlstange, die oben und unten in die Schließkästen mündet. Dies ergibt einen hervorragenden Aufbruchschutz, weil der Hebeldruck auf verschiedene Stellen der Tür verteilt wird. Diese Schlösser werden mit 2-Punkt- oder 3-Punkt-Verriegelung angeboten. Die Schließkästen bestehen aus korrosionsgeschütztem Zink-Druckguss. Durch eine zugfeste Verschraubung des Beschlages mit dem Kernschutz von innen, wird das Abziehen des Beschlages verhindert. Ein Schließzylinder dient als Antrieb für die eigentliche Schließvorrichtung. Dieser kann in einer Schließanlage integriert werden.
Stangenschlösser gibt es in verschiedenen Farben und Oberflächen, so dass sie dem Erscheinungsbild der Tür angepasst werden können. Ein spezialisierter Anbieter für Sicherheitstechnik kann ein Stangenschloss fachgerecht an vorhandenen Türen, auch Doppelflügeltüren, nachträglich montieren. Diese Art des Einbruchschutzes eignet sich auch zur Sicherung von Fenstern. Hier können die Schlösser vertikal oder horizontal montiert werden.

Einsteckschloss und Schließzylinder

Das Einstecksschloß ist das zentrale Sicherheitselement bei den meisten Türen in dessen Rahmen es verankert ist. Es beinhaltet die gesamte Schließvorrichtung mit Riegel, Mechanik und Klinke. Das Einsteckschloss bietet häufig eine Mehrpunktverriegelung. Es sind aber auch Zusatzfunktionen möglich.

Der Schließzylinder, der im Sicherheitsschloss - EinsteckschlossEinsteckschloß befestigt wird, ist wiederum der zentrale Punkt des Einsteckschlosses. Es überträgt die Drehung des Schlüssels auf die Schließmechanik des Einsteckschlosses, und sorgt mit beweglichen Stiften dafür, dass nur der passende Schlüssel damit funktioniert. Schließzylinder werden auch als Zylinderschloss bezeichnet.

 

Vor Jahrzehnten, als auch noch Bartschlüssel üblich waren, deren Schlösser meist keinen separaten Schließzylinder hatten, wurde die gesamte Schließvorrichtung der moderneren Art, mit Einsteckschloß und austauschbarem Schließzylinder, im Volksmund meistens einfach Sicherheitsschloß genannt.

Für die optimale Funktion des Einsteckschlosses ist eine Abstimmung mit Schließblech und dem Schutzbeschlag erforderlich. Das Schließblech verankert das Schloss an der Rahmenseite. Der Schließriegel verkantet sich in den Aussparungen, über denen das Schließblech liegt. Daher muss dieses Blech ausreichend stabil und gut verankert sein. Der richtig montierte Schutzbeschlag verhindert, dass der Schließzylinder herausgezogen, abgedreht oder durchgeschlagen wird. Hierzu muss es den Schließzylinder eng umschließen und stabil von innen verschraubt werden. Auf keinen Fall darf der Schließzylinder über den Schutzbeschlag hinausstehen. Eine vernünftige Grundsicherung kann ein Zylinderschloss auch nur dann bieten, wenn die Verriegelung mindestens 20 mm in das Schließblech hineingreift.

Schließzylinder mit Sicherheitskarte

Wer sich vor dem Anfertigen von Nachschlüsseln absichern möchte, verwendet ein Zylinderschloss mit Sicherungskarte. Diese Sicherheitskarte weist den Eigentümer des Schlosses bzw. der Schließanlage aus. So soll sichergestellt werden, dass Nachschlüssel nur von dazu berechtigten Personen erworben werden können.

Zusatzschloss mit Sperrbügel

Zusätzliche Schlösser erhöhen die Sicherheit, da sie die das Aufbrechen erschweren und die hierzu benötigte Zeit verlängern. Wird das Zusatzschloss in der Mauer verankert, können damit schwache Türbänder kompensiert werden. Wird das Schloss mit Sperrbügel innen montiert, kann es das unerwünschte Eindringen in die Wohnung verhindern und so zum Schutz von Personen dienen.

Mechatronische Schließzylinder

Hier wird die Mechanik des Zylinderschlosses mit der elektronischen Erkennung eines Codes kombiniert. Dies erfordert von den potenziellen Einbrechern eine technische Ausstattung und ein entsprechendes Know-How, welches die meisten nicht zu bieten haben. Zusätzlich ist es ein guter Schutz gegen die Herstellung von Nachschlüsseln.

Bandsicherung

Auch das beste Schloss wird wirkungslos, wenn Bänder oder Scharniere der Tür leicht aufgebrochen werden können. Außen liegende Bänder oder Scharniere müssen daher unbedingt von innen durch eine Scharnierseitensicherung geschützt werden. Auch innen liegende Bänder sollten stabil genug sein um ein gewaltsames Aufhebeln zu verhindern. Ältere Türbänder sind dazu häufig etwas zu schwach ausgelegt und sollten verstärkt, oder gegen stärkere ausgetauscht werden.

Fenstersicherung

Diebe kommen nicht nur durch die Tür in das Haus oder die Wohnung. Weitaus beliebter bei ihnen sind Fenster und Fenstertüren, weil die normalen Fenstergriffe nur dazu dienen, dass das Fenster nicht durch den Wind geöffnet werden kann. Vor Einbrüchen schützen sie nicht. Abhilfe schaffen hier abschließbare Fenstergriffe mit Anbohr- und Aushebelschutz.
Eine weitere Möglichkeit des Einbruchsschutzes von Fenstern und Fenstertüren sind innen liegende Beschläge mit Pilzkopfzapfen. Diese Zapfen sind rund um das Fenster angeordnet. Beim Schließen greifen sie in stabile Stahlschließbleche, die im Rahmen verschraubt sind. Durch ihre T-Form verkrallen sie sich im Rahmen und bieten so einen guten Schutz gegen das Aufhebeln.
Neben dem Rahmen ist das Fensterglas selber ein weiterer Einstiegspunkt für Einbrecher. Bei Neubauten kann man direkt einbruchshemmendes Glas einsetzen. Vorhandene Fenster und Fenstertüren können durch eine durchwurfhemmende Sicherheitsfolie geschützt werden. Wird das eingeworfen, hält diese Folie es im Rahmen und erschwert so einen Einstieg durch das Fenster.

Kellerfenster, Kellertüren und Lichtschächte

Auch diese Bereiche eines Hauses sind beliebte Einstiegspunkte für Einbrecher. Von außen können Kellerfenster vergittert und von innen mit einer Stahllochblende gesichert werden. Diese sollten mit Vorhängeschlössern oder verschraubten Bolzen geschlossen werden.
Ebenerdige Kellerfenster und Lichtschächte können durch begehbare, stahlarmierte Glasbausteine abgedeckt werden.

 

Weitere Infos zum Thema Sicherheit und Schlüsseldienste:

Worauf Sie bei der Wahl eines seriösen Schlüsseldienstes achten müssen.